Herbst

Einsiedeln sagt Littering den Kampf an

Einsiedeln geht in Sachen Litteringprävention neue Wege. Seit April 2016 läuft ein vom Kanton mitfinanziertes Pilotprojekt „Raumpatenschaft Alp“. Bis 2019 reinigte die Oberstufenklasse von Markus Heusser regelmässig die Alp und ihr Ufer zwischen Milchmanufaktur und Migrolino. Seit 2019 ist dies die Primarschulklasse von Markus Betschart.
  
Littering – neudeutsch für das Entsorgen von Abfall, wo er gerade anfällt – ist auch in Einsiedeln nichts Neues. Im Verlauf der letzten Jahre hat das Ausmass zugenommen. Hauptgrund dafür sind gesellschaftliche Veränderungen – so etwa die vermehrte „fliegenden Verpflegung“, Freiluft-Partys auf öffentlichem Grund, Zeit- oder Geldmangel. Betroffen sind viel benutzte, öffentliche und private Plätze und Strassen, aber auch Gewässer, wie Alp und Sihlsee, Picknickplätze und Strassenränder.

Aufklärungsarbeit und alles möglichst sauber halten
Das Thematisieren von Littering und Entsorgung in der Schule, Kampagnen, Plakate und Aktionen wie der Clean-up-Day sensibilisieren die Bevölkerung für richtiges Verhalten. Ordnungsbussen, wie auch im Kanton Schwyz möglich, bestrafen Fehlverhalten. Bei der konsequenten Umsetzung von Anti-Littering-Massnahmen fällt auch dem Bezirk Einsiedeln eine Verantwortung zu. Er sorgt dafür, dass Abfallbehälter in genügender Zahl und Grösse vorhanden sind und diese regelmässig geleert werden. Öffentliche Plätze werden zudem durch Putzequipen rein gehalten. Dies führt zu einem Ansteigen der Hemmschwelle für potenzielle Abfallsünder.
    
Einsiedler Jugend engagiert sich für sauberen Bezirk
Doch ohne die Einsiedler Jugend sähe es schlechter aus. So ist das Schulhaus Kornhausstrasse regelmässig am Clean-up-Day im September mit allen 200 Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrpersonen im Dorf Einsiedeln im Einsatz. Die Viertel-Schulen engagieren sich jeweils im Frühling bei der Seeuferreinigung am Sihlsee in Zusammenarbeit mit dem Fischerei-Verein und dem Etzelwerk. Solche Einsätze haben einen doppelten Effekt. Sie helfen einerseits mit, dass der öffentliche Raum sauber ist und schärfen andererseits das Bewusstsein der Jugend für ihre Eigenverantwortung in Sachen Littering.

Pilotprojekt „Raumpatenschaft Alp“ erfolgreich
Ein neuer Ansatz und ein voller Erfolg ist das 2016 angelaufene Pilotprojekt „Raumpatenschaft“. Mit Warnwesten, Handschuhen, Kehrichtsäcken und Zangen „bewaffnet“, stürzen sich die Schülerinnen und Schüler jeweils auf ihre Arbeit. Sie fühlen sich für „ihre Alp“ verantwortlich. Nasse Schuhe und Hosen halten sie nicht davon ab, Dosen, Flaschen, Verpackungen, ja sogar Absperrlatten, Altmetall und illegal entsorgte Sofas aus der Alp zu bergen. Das wird von der Bevölkerung mit Recht sehr positiv aufgenommen.

Projekt mit Unterstützung von Sponsoren weiterführen

Der Kanton Schwyz hat mit seiner Anschubfinanzierung das Zustandekommen des Pilotprojekts ermöglicht. Seit 2017 wird es durch den Bezirk Einsiedeln getragen. In Zukunft könnte es mit Unterstützung von Sponsoren weitergeführt und falls möglich erweitert werden. In Frage kommen dafür Detaillisten, Besitzer von Privatstrassen, die sauber gehalten werden oder allenfalls die SOB. Erste Gespräche mit anderen Lehrpersonen und Vereinen zeigen, dass auch weitere Gruppen sich die Übernahme einer Raumpatenschaft gegen ein Entgeld in die Klassen- oder Vereinskasse vorstellen könnten. Interessenten melden sich unter ,umu.web4ltf(sco1hur4tza+@bu*ezo4irm%ker7inr*sit5edl,eld2n.x8chl, 055 418 41 85. Mehr zum Thema www.littering.ch.

       
Informationen:
Bezirk Einsiedeln
Hauptstrasse 78 / Postfach 161
8840 Einsiedeln

055 418 41 20
0vel9rws/alk+tuo/ngr0@bz4ezw9iro7kex.inl/sis7edl8ele9n.e6chb
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