Der Bezirksrat Einsiedeln legt den Stimmberechtigten drei bedeutende Sachvorlagen vor: den Kauf der Badi Roblosen, die Weiterentwicklung des Bahnhofareals und den Planungskredit mit Landerwerb für die Schulanlage Willerzell. Die Geschäfte werden an der Bezirksgemeinde vom 13. April 2026 beraten und am 14. Juni 2026 an der Urne entschieden.
Nebst der Rechnung 2025, den Nachtragskrediten 2025/2026 und Einbürgerungen stehen diese drei Sachvorlagen im Zentrum der Bezirksgemeinde. Die Botschaft ist unter www.einsiedeln.ch bereits einsehbar.Kauf Badi Roblosen
Der Bezirk Einsiedeln plant den Erwerb des Grundstücks der Badi Roblosen von den SBB, um die langfristige Sicherung und Weiterentwicklung der beliebten Freizeit- und Tourismusanlage zu gewährleisten. Das rund 8’700 m² grosse Areal umfasst bestehende Bauten, Parkplätze und Liegewiesen und liegt in der Zone für touristische Bauten und Anlagen.
Die Anlage weist seit Längerem einen klaren Handlungsbedarf auf: Die Parkplatzsituation ist unbefriedigend, die bestehenden Gebäude und Infrastrukturen sind baulich und funktional veraltet, und eine ganzjährige Nutzung ist derzeit nicht möglich. Gleichzeitig setzt die angrenzende geschützte Moorlandschaft enge Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung.
Der Erwerb ist eine zentrale Voraussetzung, um überhaupt in die Infrastruktur investieren und die Anlage zukunftsfähig ausrichten zu können. Ohne Eigentum fehlt dem Bezirk die notwendige Planungssicherheit. Mit dem Kauf wird eine klare Ausgangslage geschaffen, um die Badi gezielt weiterzuentwickeln und als wichtiges Naherholungsgebiet für Bevölkerung und Tourismus langfristig zu sichern.
Teilrevision Nutzungsplanung Bahnhofareal
Mit einer Teilrevision der Nutzungsplanung sollen die planerischen Grundlagen für die Entwicklung des Bahnhofareals Einsiedeln geschaffen werden. Das Gebiet hat eine zentrale Bedeutung für die Siedlungsentwicklung und ist im kantonalen Richtplan als Entwicklungsschwerpunkt definiert.
Kern der Vorlage ist die Einführung einer neuen Wohn- und Gewerbezone Bahnhof (WGB), die eine gemischte Nutzung mit bis zu 70 % Wohnanteil ermöglicht. Ergänzend werden das Baureglement sowie der Erschliessungsplan angepasst. Vorgesehen sind unter anderem eine neue Verkehrszone mit Bushof, optimierte Verkehrsführungen inklusive Kreisel sowie gestalterische Aufwertungen rund um den Bahnhofplatz.
Die Vorlage definiert bewusst nur die planerischen Rahmenbedingungen: Sie umfasst weder konkrete Bauprojekte noch Kosten oder die Detailgestaltung des Bahnhofplatzes. Diese erfolgen erst in späteren Planungsschritten. Ziel ist es, eine koordinierte, qualitativ hochwertige und langfristig tragfähige Entwicklung dieses für Einsiedeln wichtigen Schlüsselgebiets zu ermöglichen.
Planungskredit und Landerwerb Schulhausanlage Willerzell
Für den Neubau der Schulanlage Willerzell beantragt der Bezirksrat einen Planungskredit von 800'000 Franken sowie 1 Mio. Franken für den notwendigen Landerwerb. Damit soll die Grundlage geschaffen werden, um die bestehende, teilweise veraltete Infrastruktur zu ersetzen und den heutigen sowie zukünftigen Anforderungen im Schulbereich gerecht zu werden.
Die bestehenden Anlagen weisen nämlich einen zunehmenden Sanierungsbedarf auf. Ohne eine grundlegende Erneuerung würde sich dieser weiter verschärfen und langfristig zu höheren Kosten führen. Der frühzeitige Landerwerb ist dabei entscheidend, um die planerische Handlungsfähigkeit und die notwendige Entwicklungssicherheit sicherzustellen. Ziel ist eine nachhaltige Stärkung der Bildungs- und Dorfinfrastruktur im Viertel Willerzell.
Die Stimmberechtigten entscheiden zunächst über Planung und Landkauf; über den eigentlichen Bau wird zu einem späteren Zeitpunkt separat abgestimmt.