Der Bezirksrat Einsiedeln beantragt den Stimmberechtigten den Kauf der Liegenschaft Badi Roblosen von den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Der Kaufpreis beträgt 620’000 Franken. Über das Sachgeschäft soll 14. Juni 2026 abgestimmt werden.
Die Badi Roblosen ist seit Jahrzehnten ein zentraler Freizeit- und Erholungsort für die Bevölkerung des Bezirks Einsiedeln und der Region. Die bestehende Infrastruktur ist jedoch baulich und funktional veraltet und erlaubt keine ganzjährige Nutzung. Zudem ist die Parkplatzsituation unbefriedigend. Mit dem Erwerb des Grundstücks schafft der Bezirk die notwendige Planungssicherheit, um die Anlage langfristig weiterzuentwickeln.
Der Kauf ist das Resultat von Verhandlungen zwischen dem Bezirk Einsiedeln und der SBB, die nach Abschluss der Neukonzessionierung des Etzelwerks aufgenommen werden konnten. Der vereinbarte Preis basiert auf einer Landwertschätzung und liegt mit rund 71 Franken pro Quadratmeter deutlich unter den üblichen Bodenpreisen. Mit dem Kauf entfällt zudem die bisher jährlich zu entrichtende Miete von 8’400 Franken an die SBB.
Geplante Machbarkeitsstudie
Nach einem allfälligen Ja der Stimmbevölkerung beabsichtigt der Bezirksrat, eine Machbarkeitsstudie für einen zeitgemässen Neubau in Auftrag zu geben. Ziel ist eine attraktive, familienfreundliche und vielseitig nutzbare Badi mit Perspektive für eine Ganzjahresnutzung. Dabei sollen die ökologischen Rahmenbedingungen – insbesondere die Nähe zu geschützten Moorflächen – sorgfältig berücksichtigt werden.
Finanziert wird der Grundstückskauf über die Investitionsrechnung. Das Grundstück wird dem Verwaltungsvermögen zugeordnet und muss nicht abgeschrieben werden. Die laufende Belastung beschränkt sich auf den Fremdkapitalzins, der bei einem Zinssatz von 2 Prozent rund 12’400 Franken pro Jahr beträgt.
Der Bezirksrat ist überzeugt, dass der Kauf der Badi Roblosen eine wichtige Investition in die Lebensqualität, den Freizeitwert und die touristische Attraktivität des Bezirks darstellt. Er empfiehlt den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern deshalb, dem Kauf der Liegenschaft zuzustimmen.
Der Bezirksrat Einsiedeln hat die «Altersstrategie 2025+» als strategisches Leitbild für die kommunale Alterspolitik der nächsten zehn bis fünfzehn Jahre verabschiedet. Die Strategie wurde 2025 auf der Grundlage umfassender Analysen sowie einer aktiven Bevölkerungsbeteiligung erarbeitet, unter anderem im Rahmen eines World Cafés am 21. Juni 2025 mit rund 80 Teilnehmenden.
Im Fokus stehen fünf Handlungsfelder: Planung und Steuerung der Alterspolitik, Gesundheit, gesellschaftliche Teilhabe, altersgerechtes Wohnen sowie eine altersfreundliche Gestaltung des öffentlichen Raums. Ziel ist es, älteren Menschen im Bezirk Einsiedeln ein selbstbestimmtes Leben mit bedarfsgerechter Unterstützung zu ermöglichen. Die Umsetzung soll schrittweise und in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten erfolgen.
Der Bezirksrat Einsiedeln lehnt eine von einer Privatperson beantragte Ergänzung der Flurbezeichnung «Bolzberg» auf den offiziellen Swisstopo-Karten ab. Zwar ist der Name historisch belegt, er bezeichnete jedoch stets das Gehöft («Gotteshaus-Gut») und nicht die Geländeerhebung. Diese ist mit Samstagerenwald und Langwald bezeichnet. Eine Anpassung der Landeskarten ist daher nicht angezeigt, so der Entscheid des Bezirksrates zu Handen der für die Frage zuständigen kantonalen Nomenklaturkommission.