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Neophyten im Visier - Regulierung problematischer Pflanzen

23.05.2019

Neophyten im Visier
Problematische Pflanzen im Bezirk Einsiedeln sollen bekämpft werden
 
Sie heissen Sommerflieder, Goldrute und Götterbaum, aber auch was einen hübschen Namen trägt, ist nicht immer erwünscht. Ab diesem Frühling soll erstmals auch im Bezirk Einsiedeln gezielt gegen Neophyten, exotische Problempflanzen, vorgegangen werden.
 
Neophyten stammen ursprünglich aus weit entfernten Gebieten, etliche aus Asien und Nordamerika. Die meisten Arten wurden in den letzten 500 Jahren freudvoll als Nutz- und Gartenpflanzen eingeführt, andere wurden ungewollt eingeschleppt. Rund 40 von insgesamt etwa 550 Arten gelten heute in der Schweiz als schädlich. Problematisch an ihnen ist, dass sie sich überaus rasch verbreiten, einheimische Arten verdrängen und Schäden an bestehender Infrastruktur verursachen können.
 
Regulierung problematischer Pflanzen
Seit Herbst 2018 liegt das neue kantonale Konzept zur Regulierung von Neophyten vor. In verschiedenen Gemeinden des Kantons ist in den vergangenen drei Jahren ein Pilotprojekt durchgeführt worden, um wichtige Erfahrungen im Umgang mit den unerwünschten Neophyten zu sammeln. Mit dem erlangten Wissen ist es nun möglich, die Bekämpfung der invasiven Pflanzen gezielter anzugehen. Bei einigen wenigen Arten, so bei Ambrosia und Riesenbärenklau, drängt sich eine Nulltoleranz auf. Diese Pflanzen möchte man auf dem gesamten Gebiet des Kantons möglichst vollständig eliminieren, da sie allergische Reaktionen und Verätzungen der Haut hervorrufen können. Bei anderen Arten wird eine Verkleinerung der Bestände angestrebt, eine weitere Ausbreitung soll verhindert werden.
 
Wo kommen Neophyten vor?
An den Anblick einiger besonders invasiver Neophyten hat man sich fast schon gewöhnt. Ob beim Spaziergang am Ufer eines Gewässers, am Strassenrand oder im eigenen Garten, Sommerflieder, Goldrute und Berufkraut sind fast überall anzutreffen. Gefürchtete Eigenschaft dieser Pflanzen ist ihre Anspruchslosigkeit. Sie kommen auf fast allen Böden zurecht, gedeihen an allen Standorten und breiten sich rasend schnell aus. Andere Pflanzen sind wählerischer und auf Standorte entlang von Gewässern angewiesen, nutzen aber das fliessende Wasser geschickt als Transportmittel für die weitere Verbreitung.
 
Empfohlenes Vorgehen
Um den verschiedenen Neophytenarten beizukommen, ist ein gutes Zusammenwirken aller Beteiligten erforderlich. Es nützt wenig, einen Pflanzenbestand zu beseitigen, wenn auf der anderen Seite des Zaunes dieselben Pflanzen stehen gelassen werden. Gemeinsam an einem Strick ziehen heisst also, Gemeinden und Grundstückbesitzer verzichten auf die Neuanpflanzung von problematischen Pflanzen und entfernen entsprechende Vorkommen möglichst flächendeckend. Auch sollten Sommerflieder, Kirschlorbeer, Götterbaum und Asiatische Geissblätter – häufig in Gärten der Region anzutreffen – besser durch einheimische Gewächse ersetzt werden. Um eine weitere, unbeabsichtigte Verbreitung zu vermeiden, müssen Schnittgut und Samenstände, bei manchen Pflanzen sogar die Wurzeln, im Kehricht und nicht im Kompost entsorgt werden. 
 
Das Wichtigste über Neophyten
Der neue Flyer der Zentralschweizer Kantone gibt Auskunft, welche Pflanzenarten als problematisch gelten oder sogar als verbotene exotische Problempflanzen definiert sind. Der Flyer gibt Ratschläge zum Umgang mit invasiven Neophyten und weist auf schön blühende, einheimische Pflanzen als Alternativen für den eigenen Garten hin.
 
Melden von Vorkommen im Bezirk Einsiedeln
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Einsiedeln, 16. Mai 2019
Bezirkskanzlei Einsiedeln

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