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Interview mit Bezirksammann Franz Pirker zum Willerzeller Viadukt

06.04.2018
Was ist neu für den Bezirksrat durch die Studien? Was hat sich dadurch verändert?

Zunächst einmal ist der Bezirksrat Einsiedeln erleichtert, dass mit den beiden Gutachten gesicherte Fakten geschaffen werden konnten. Die beiden Gutachten kommen unabhängig voneinander zum Schluss, dass der Viadukt tatsächlich saniert werden kann. Auch was die Kosten einer Sanierung anbelangt, zeigt sich eine hohe Übereinstimmung. Eine hohe Sicherheit in diesen beiden Punkten ist wichtig, denn die so gewonnenen Erkenntnisse dienen als weitere Entscheidungsgrundlage.
 
Mit diesen gesicherten Fakten ist es nun auch möglich, die Öffentlichkeit zu informieren. Das Interesse der Öffentlichkeit, insbesondere der Willerzeller Bevölkerung, nach Information ist sehr gut verständlich. Bis anhin, und so auch an der Informationsveranstaltung von April 2017, war es dem Bezirksrat nicht möglich, zu kommunizieren, da noch keine gesicherten Fakten zu den Kosten und zur Sanierungsfähigkeit zur Verfügung standen. Jetzt, mit dem Vorliegen der beiden Studien, sind wir nun einen grossen Schritt weiter und können erstmals zum Willerzeller Viadukt informieren.
 
 
Was heisst das für den Bezirksrat Einsiedeln?
 
Die neuen Erkenntnisse werden nun in die Gesamtverhandlungen einfliessen. Die Verhandlungen zwischen den fünf Konzedenten, den Kantonen Schwyz, Zürich und Zug sowie den Bezirken Einsiedeln und Höfe und den SBB als Konzessionsnehmer, sind äusserst komplex und aufwändig. Mit den nun gesicherten Fakten kann sich der Bezirk Einsiedeln besser und dezidierter für den Erhalt des Viadukts einsetzen.
 
 
Einschätzung im Hinblick auf das Anliegen der Einsiedler/innen: ist der Viadukt als Strassenverbindung gesichert?
 
Der Erhalt des Viadukts ist Gegenstand der Verhandlungen der Konzedenten und der SBB, aber er macht nur einen Teil davon aus. Der Bezirk Einsiedeln hat noch andere wichtige Forderungen. Der Erhalt des Viadukts hängt nicht vom Bezirk Einsiedeln allein ab. Mit der nun feststehenden Sanierungsfähigkeit und der Kostensicherheit ist die Position des Bezirks Einsiedeln jedoch einfacher und bestimmter zu vertreten. Erst mit klaren Fakten lässt sich auch klar verhandeln.
 
 
Bewertung Bezirksrat: Ist die Ausgangslage für einen Erhalt des Viadukts als Strassenverbindung besser geworden? Gleich geblieben? schlechter geworden?
 
Die Ausgangslage ist besser geworden. Mit der Sicherheit, was die Kosten und die Sanierungsfähigkeit anbelangt, bestehen für die Verhandlungen nun fundierte Grundlagen.
 
 
Welche Ansicht vertritt der Bezirksrat?
 
Der Bezirksrat Einsiedeln wird sich in den Verhandlungen für den Erhalt des Viadukts einsetzen. Der Viadukt hat sich seit Jahrzehnten als Verbindung über den See bewährt und ist im Selbstverständnis aller Seeanwohner tief verankert. Die Wichtigkeit des Viadukts für die Mobilität der lokalen Bevölkerung ist klar gegeben.
 
 
Darf er über laufende Verhandlungen überhaupt seine Ansicht öffentlich kundtun?
 
In der Tat kann und darf der Bezirk Einsiedeln über laufende Verhandlungen keine Auskunft geben. Die verschiedenen Konzedenten und der Konzessionsnehmer sind aber übereingekommen, zum jetzigen Zeitpunkt über die gesicherten Fakten zum Willerzeller Viadukt zu informieren.
 
 
 
Einsiedeln, 5. April 2018
Bezirkskanzlei Einsiedeln
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