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​Schulergänzende Betreuungsangebote

13.02.2018
Mittagstische für Schülerinnen und Schüler und schulergänzende Betreuungs-angebote: Was andernorts schon lange ein fester Bestandteil des schulischen Alltags ist, soll auch im Bezirk Einsiedeln eingeführt werden. Die  Befragung der Eltern im Frühling 2017 hat den Bedarf an solchen Betreuungsplätzen klar ausgewiesen. Viele Gründe sprechen für die Einführung eines solchen Angebotes.
 
Viele Eltern von schulpflichtigen Kindern sind auch in der unterrichtsfreien Zeit auf eine Betreuung ihrer Sprösslinge angewiesen. Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Noch werden die Kinder im Bezirk traditionell häufig durch das familiäre Umfeld betreut, die Familienstrukturen verändern sich jedoch und auch die Vereinbarkeit von Arbeit und Kinderbetreuung wird zunehmend schwieriger.
 
Soziale Gründe
Eine gesicherte, konstante und planbare Betreuung ist für das Wohlbefinden der Schüler und Schülerinnen aber grundlegend. Viele soziale Fähigkeiten der Kinder lassen sich in dieser betreuten Zeit auf lockere und ungezwungene Art fördern: sich einordnen und einander helfen, miteinander auskommen, teilen. Dies sind  alles Werte, die einst wie heute unverzichtbar sind.
 
…und wirtschaftliche
Auch wirtschaftliche Gründe sprechen für die Einführung eines Betreuungsangebotes für Schulkinder. Betreuungsplätze erleichtern insbesondere die Arbeitstätigkeit der Frauen und helfen, langjährige Arbeitsunterbrüche zu vermeiden. Während dieser Unterbrüche stehen diese gut ausgebildeten Personen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Dem Bezirk geht gleichzeitig ein gewisses Steuerpotential verloren. Mit der Einführung eines schulergänzenden Betreuungsangebotes erhöhen sich auch die Standortqualitäten des Bezirks Einsiedeln.
 
Im April 2016 erteilte der Bezirksrat Einsiedeln daher grünes Licht an den Schulrat, die Grundlagen für ein schulergänzendes Betreuungsangebot zu erarbeiten und die notwendigen Abklärungen zu treffen. Eine breit aufgestellte Arbeitsgruppe um Rektor Markus Zollinger nahm sich in der Folge des Anliegens an. Vertreten sind in ihr Mitglieder des Schulrats, der Vereins Tagesschule, der Elternverein, der Verein für Jugend- und Familienberatung, der Verein Jugendförderung sowie manche Viertel.
 
Bedarf ausgewiesen
Im Frühjahr 2017 führte diese Arbeitsgruppe eine Elternbefragung durch, um den genauen Bedarf zu ermitteln. Der Rücklauf war sehr gut und ergab, dass rund 31 Prozent der Familien froh um einen Betreuungsplatz wären. Im Dorf Einsiedeln entspricht dies etwa 100 Kindern. Mit ihnen liesse sich das Projekt von Beginn weg erfolgreich, mit gut besetzten Plätzen, starten. Die Erfahrung anderer Gemeinden zeigt zudem, dass die Nachfrage an Plätzen nach der Einführung des Angebotes rasch ansteigt.
 
Wie genau das Betreuungsangebot aussehen soll, muss noch weiter abgeklärt werden. verschiedene Module sind denkbar, vom reinen Mittagstisch bis zur ergänzenden Betreuung in den Randzeiten. Wie umliegende Gemeinden berichten, ist eines aber klar: Die allermeisten angemeldeten Kinder nutzen das Betreuungsangebot sehr gerne, für sie ist es einfach auch ein Ort zum Zusammensein und Spielen.
 
Gerne werden wir Sie in den kommenden Monaten auf dem Laufenden halten über die Fortschritte im Projekt der schulergänzenden Betreuung.
 
 
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