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Mitteilung aus dem Bezirksrat vom 22. März 2017

24.03.2017
Richtungsgebende Entscheide des Bezirksrats Einsiedeln zur Raumbeschaffung für die Verwaltung, zum Grundstück Einsiedlerhof und zur Schulraumplanung

Seit Jahrzehnten ist das Grundstück Einsiedlerhof im Bereich des Klosterplatzes Gegenstand von Projekten und Vorlagen des Bezirksrats, von Einzelinitiativen und von politischen Auseinandersetzungen. Zuletzt wurde eine Abtretung des Grundstücks an einen Investor zur Erstellung eines Hotels vom Stimmbürger wuchtig abgelehnt. Relativ viele Sympathien in der Öffentlichkeit genoss die Idee einer gemischten Nutzung unter Einbezug der Bezirksverwaltung. Die röm.-kath. Kirchgemeinde Einsiedeln möchte seit langem in unmittelbarer Nähe zur benachbarten Jugendkirche ein Kirchgemeindezentrum realisieren. Dazu hat sie den Bezirksrat um Abtretung eines Landanteilsam Grundstück Einsiedlerhof ersucht. Die Bezirksverwaltung ist im historischen Rathaus und im Haus Raben hinter dem Rathaus einquartiert. Die wachsende Verwaltung hat zunehmende Raumbedürfnisse und ist inzwischen auch n privaten Liegenschaften eingemietet. Die bestehenden Verwaltungsgebäude sind teilweise nicht mehr zeitgernäss und würden in den kommenden Jahren relativ hohe Investitionen erfordern.

 Der Bezirksrat hat beschlossen, auf dem Grundstück Einsiedlerhof eine zentrale Verwaltung zu erstellen oder erstellen zu lassen. Vorgesehen ist eine gemischte Nutzung für die Verwaltung, die röm.-kath. Kirchgemeinde und eine private Nutzung für Wohnen und Geschäfte. Im Vordergrund steht eine Realisierung des gesamten Bauvolumens durch einen Investor bzw. eine Unternehmung. Während der Verwaltungsraum auf Bezirksboden erstellt werden soll, würde der Bezirk den Rest des Grundstücks an einen Investor abtreten. Neben der Verwaltung will der Bezirksrat auf dem Grundstück Einsiedlerhof auch Raum für die Schulen (nicht für Klassenzimmer, aber allenfalls für einen Kindergarten, die Schulverwaltung, die schulnahen Dienste und die Musikschule) und die öffentliche Bibliothek realisieren. Das konkrete Vorgehen, mögliche Partner und die Art der Überbauung sind noch nicht bekannt. Der Bezirksrat hofft, im laufenden Jahr ein Projekt und eine Vorlage ausarbeiten und im kommenden Jahr dem Stimmbürger vorlegen zu können. Das Rathaus soll weiterhin Raumbedürfnissen des Bezirks oder bezirksnaher Betriebe dienen (z.B. Justiz, Einsiedeln Tourismus). Das Haus Raben soll voraussichtlich veräussert werden. 
  
Einsiedeln ist in den letzten Jahren stark gewachsen und die Anforderungen an die Schulen nehmen laufend zu. Seit Jahren hat die rollende Schulraumplanung aufgezeigt, dass der Bezirk zusätzlichen Schulraum im Dorf und in den Vierteln schaffen muss. Das vor einigen Jahren geplante Schulhaus Herrenmatte konnte nicht realisiert werden, weil der Landerwerb nicht zustande kam. Am 12. Februar dieses Jahres stimmten die Stimmbürger der Aufstockung der bestehenden Schulhäuser Nordstrasse und Kornhausstrasse und damit der Schaffung von zehn zusätzlichen Klassenzimmern inklusive Nebenräume zu. Am 21. Mai werden die Stimmbürger über den Baukredit für das neue Schulhaus in Trachslau entscheiden.

 Der Bezirksrat hat beschlossen, auf ein neues Schulhaus Süd zu verzichten. Falls die Vorlage über den Landerwerb und den Baukredit für das Schulhaus Trachslau angenommen wird, kann der Schulraumbedarf zusammen mit weiteren Massnahmen (Erstellung zusätzlicher Kindergärten im Neubau Kindergarten Nordstrasse und auf dem Grundstück Einsiedlerhof, Miete von Räumen für drei Kindergärten im Kulturund Kongresszentrum Zwei Raben u.a.) für die kommenden Jahre sichergestellt werden. Dies gilt allerdings nicht für die Sportinfrastruktur. Notwendig ist auch die bereits erwähnte Möglichkeit, auf dem Grundstück Einsiedlerhof neben der Verwaltung Raum für die Schulen zu schaffen.
 
Seit Jahren verfügt der Bezirk über zu wenig Hallenkapazität für den Sportunterricht und auch für die Sportvereine. Der Bezirksrat begrüsst die Idee privater Initianten aus verschiedenen Sportvereinen, auf der oberen Allmeindein Sportzentrum zu realisieren. Eine Nutzung der geplanten Sporthalle für den Schulsport ist für den Bezirks rat vorstellbar, auch wenn der Standort nicht in unmittelbarer Nähe eines Schulhauses liegt. Durch eine angepasste Unterrichtsplanung könnte dieser Nachteil weitgehend wettgemacht werden. Der Bezirksrat wartet nun das Vorprojekt der Initianten ab. Falls auf der oberen Allmeind kein Raum für den Schulsport realisiert werden kann, ist die Evaluation und Planung wieder aufzunehmen.
 

Bezirkskanzlei Einsiedeln

Auskunft: Bezirksammann Franz Pirker 079 231 56 00
Landschreiber Peter Eberle, 055 418 41 21
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