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Elektromotorrad „BlackDiamond“ gewinnt Förderpreis der Energiestadt Einsiedeln

09.11.2016
Der erstmals ausgeschriebene Energie- und Umweltförderpreis der Energiestadt Einsiedeln im Wert von 3‘000.- Franken geht an die Brasch GmbH für das vollständig vor Ort entwickelte Elektromotorrad „BlackDiamond“. Er wurde am Donnerstag, 27.10., im Rahmen einer offiziellen Preisverleihung der Energiekommission an Roman Braschler, Thomas Czekala und Kevin Wieland überreicht.
 
Gemäss Bezirksrat Stefan Kälin hat sich die Energiekommission die Vergabe nicht leicht gemacht. Überzeugt hat beim Siegerprojekt die Übereinstimmung mit den Zielen der Energiestadt Einsiedeln. So will diese die Energie- und Ressourceneffizienz fördern, den CO2-Ausstoss senken und die lokale Wertschöpfung steigern. Ziele, die sich die Brasch GmbH mit Ihrem Elektromotorrad „BlackDiamond“ ebenfalls auf die Fahne geschrieben hat. Punkten konnte das Projekt auch in Sachen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit sowie Innovation.
 
Wie der „BlackDiamond“ entstand, schildert Designer Roman Brasch mit viel Feuer: „Ich wollte ein Produkt entwerfen, das ich selber besitzen will, das sinnvoll ist, Spass macht und extrem effizient ist.“ Gesagt, getan… mit Unterstützung durch Kollege und Partner Kevin Wieland wurde der erste Prototyp entworfen und zusammengebaut. Dabei musste auch Lehrgeld bezahlt werden. Die anfänglich verwendeten asiatischen Bauteile funktionierten nicht richtig und genügten den Qualitätsstandards der beiden Entwickler nicht. Das machte zusätzliche Eigenentwicklungen notwendig. Nach zwei Jahren konnte das Produkt endlich ersten Interessenten vorgestellt werden. Das Echo war gewaltig. Es motivierte die beiden Erstgenannten, mit Unterstützung des dritten Partners, Thomas Czekala, den zweiten Prototypen in Angriff zu nehmen. Dank der sorgfältigen Vorarbeit erhielt dieser nach nur 6 Monaten Entwicklungszeit im Sommer 2016 die Zulassung des Verkehrsamtes Schwyz.
 
Die leichte Gesamtkonstruktion basiert auf einem Carbon-Kevlar-Rahmen, der einen wichtigen Beitrag zu einem tiefen Gesamtgewicht leistet. Das erlaubt den Konstrukteuren einen 11 kWh Elektromotor zu verwenden. Dieser ist im Vergleich zu einem Benzinmotor mit 90% extrem effizient, was eine Kühlung unnötig macht. Er zeigt bis 80 Km/h sehr attraktive Beschleunigungswerte, bei einer Maximalgeschwindigkeit von 100 Km/h. Eingebaut wird ein eigener Akku, dessen Qualität andere E-Motorradproduzenten dazu veranlasste, das Team um die Entwicklung von Akkus für ihre Maschinen zu bitten. Der „BlackDiamond“ ist das einzige Schweizer Produkt dieser Kategorie, das vollständig in der Schweiz entwickelt wurde. In Arbeit ist aktuell die dritte Maschine als Basis für die Serienproduktion.
 
Alternativen zu Verbrennungsmotoren sind wichtig. Zwar zeichnet sich ein zukünftiger Boom in Sachen individuelle Elektromobilität ab. Doch aktuell besteht noch sehr grosser Handlungsbedarf in den Bereichen Energie- und Materialeffizienz sowie Senkung des CO2-Ausstosses. Die Nutzung des vorhandenen Potentials ist weitestgehend abhängig von persönlichen Kaufentscheiden. Deshalb freut es die Energiekommission, dass in Einsiedeln bald eine sehr gute Alternative zum benzinabhängigen Individualverkehr auf Kurz- und Mitteldistanzen produziert wird. Die Maschine spricht Menschen an, die schnell, unaufdringlich, stilvoll und unabhängig von A nach B reisen wollen. Sie ist insbesondere auch für bisherige Nicht-Motorradfahrer sehr geeignet.
 
Der „BlackDiamond“ repräsentiert qualitativ hochwertige, langlebige und ästhetisch ansprechende Schweizer Handwerks- und Designkunst. Sein Preis muss den Vergleich mit herkömmlichen Produkten nicht scheuen, vor allem wenn die tiefen Wartungs- und Energiekosten berücksichtigt werden.
Das Elektromotorrad war in den letzten Monaten bereits auf Gewerbeausstellungen und in den Medien präsent und stiess auf grosses Interesse. Die Serienanfertigung und die Vermarktungsstrukturen für rund 1000 Stück sind in Vorbereitung. Die Energiekommission wünscht dem innovativen Projekt gutes Gelingen und eine erfolgreiche Zukunft. Interessierte erkundigen sich direkt bei Brasch GmbH unter 079 792 49 11 oder $inj8foo0@bw)rax-scd*h-w-den6sid6gnh1.co,hl.
 
Die Kommission wird auch im Jahr 2017 einen Energie- und Umweltförderpreis ausschreiben. Bewerbungen können per sofort im Büro Umwelt und Energie des Bezirks Einsiedeln eingereicht werden: Doris Elmer, 055 418 41 86, #dob0rio/s.y%ele2mee0r@p3bee-zia$rkx'eij4nsq7iep4det7lnk*.ch6hi.

 

Vorne von li: Auf den Prototypen I bis III, Roman Braschler, Kevin Wieland und Thomas Czekala
Hinten von li: Bezirksrat Markus Kälin, Vizepräsident Energiekommission, Mitglieder Daniel Süss, Karl Birchler, Edgar Steinauer und Arthur Nauer, sowie Bezirksrat Stefan Kälin, Kommissionspräsident.
 
 
 
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