Herbst

36 Bittgänge

Um den Tag St. Johann Baptista machen die Einsiedler einen Bittgang auf den Etzel. Dieser Brauch war ursprünglich eine Erinnerung an die Schlacht im Alten Zürichkrieg von 1439 und führte auf den Hochetzel, wo eine hölzerne Schlachtkapelle stand. Mit der Zeit ist das Ziel des Bittgangs nicht mehr einsichtig gewesen, und man suchte die St. Meinradskapelle auf dem Etzelpass auf. Andere Bittgänge führten nach Steinen, im letzten Jahrhundert bis vor einigen Jahren nach Biberegg; einer nach Oberiberg, später zur Schmerzhaften Mutter nach Euthal. Die beiden letztgenannten Bittgänge sind dem Verkehr zum Opfer gefallen. Den Bittgang auf den Etzel macht man jetzt an einem Abend um St. Johanni herum, die beiden andern sind durch einen Bittgang nach dem Frauenkloster in der Au abgelöst worden. ©
Home » Kultur / Freizeit » Geschichte und Brauchtum » Geschichte