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Littering auch in Einsiedeln zunehmend!

Littering - neudeutsch für das Entsorgen von Abfall, wo er gerade anfällt - ist zwar nicht ganz neu. Das Ausmass hat jedoch in den letzten Jahren stets zuge­nommen. Gründe sind in Ver­änderungen in der Kultur - so etwa der vermehrten „flie­genden Verpflegung“ - zu finden.

Betroffene Orte und Ursachen
Betroffen sind viel benutzte, öffentliche und private Plätze und Strassen,
welche tagsüber von Schülern, Erwachsenen und nachts von alkoholisierten, randalierenden Gruppen genutzt werden. Letztere lassen nicht nur Flaschen und Büchsen liegen, sie stören auch noch die schlafenden Anwohner mit
ihrem Lärm. Doch auch die Viertel sind von Littering betroffen. So etwa an Picknickplätzen, Strassenrän­dern und am Sihlseeufer.

Volumenmässig machen Verpackungen von Lebensmitteln den weitaus grössten Teil des gelitterten Abfalls aus, der auf öffentlichen Plätzen liegt. Dies ist ein Phäno­men, das zu einem guten Teil auf den Boom von Imbissständen und fliegen­der Verpflegung zurückzuführen ist. Nach der Anzahl der Einzelabfälle be­trachtet, bilden Papier von Süssigkeiten, Zigarettenstummel und Kaugummi den Hauptanteil. In den letzten Jahren ist mit den Gratiszeitungen ein weiterer Aspekt des Litterings hinzugekommen.

Gegenmassnahmen
Umwelterziehung ab frühestem Kindesalter und Aufklärungsarbeit mit Kam­pagnen, Plakaten oder Aktionen können einiges zum Umweltbewusstsein in der Bevölkerung beitragen. Dennoch ist dies keine allgemeine Patentlösung. Verschiedene Kantone und Städte haben deshalb rechtliche Grundlagen zur Verminderung des Littering-Problems geschaffen und Ordnungsbussen ein­geführt. Auch im Kanton Schwyz ist eine Ordnungsbusse möglich.

Bei der konsequenten Umsetzung dieser Massnahmen fällt auch dem Bezirk Einsiedeln eine Verantwortung zu. Er sorgt ausserdem dafür, dass überall Abfallbehälter in genügender Zahl und Grösse aufgestellt und dass diese regelmässig geleert werden. Öffentliche Plätze werden zudem durch Putz­equipen rein gehalten. Dies führt zu einem Ansteigen der Hemmschwelle für potenzielle Abfallsünder. Dafür musste eine zusätzliche Person eingestellt werden. Durch gezieltes Ansprechen derjenigen kann im besten Fall Einsicht und im zweitbesten Fall Scham ähnliches Verhalten für die Zukunft reduzieren.

Der Umweltschutzbeauftragte des Bezirkes Einsiedeln führt jedes Jahr mit 2-3 Klassen mit der Unterstützung der Lehrerschaft sogenannte "Fötzelitage" durch. Viertelsschulen werden bei der Seeuferreinigung unterstützt. Bachufer werden gereinigt usw. Seit einigen Jahren versucht der Umweltschutzbeauftragte, den Abfallunterricht in den Schulen des Bezirkes einzuführen. 14 Kantone in der Schweiz haben dies schon mit Erfolg gemacht. All diese Anstrengungen reichen aber nicht aus, um das Littering zu stoppen. Der Zivilcourage jeder einzelnen Bürgerin und jedes einzelnen Bürgers ist gefragt. Haben Sie schon mal jemanden ganz freundlich angesprochen, warum er seinen Abfall (Zigarette, Kaugummi, Zältlipapier) einfach wegwirft oder fallen lässt im öffentlichen Bereich?

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