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"Donnstig-Jass" aus Einsiedeln als Podcast

Urgeschichtliche Funde

Im Sihlseegebiet wurden 1726 Steinwerkzeuge gefunden. Die Fundstelle ist mit 890 m.ü.M. bisher die höchstgelegene in der Schweiz.

Bis heute hat man angenommen, dass das Hochtal zwischen Etzel und Mythen bis ins 9. Jahrhundert unbewohnt war. Es wurden bisher auch ganz wenige Relikte aus der Bronzezeit gefunden, die von Jägern aus dem Zürichseegebiet verloren gingen.

Zu Ende des 19. Jahrhunderts wurde bei der Hüendermatt in ca. 1,8 m Tiefe ein guterhaltener Dolch entdeckt. Im Rickenbach bei Willerzell stiessen Arbeiter auf ein schönes Bronzebeil, das unter einem Felsblock verborgen war, möglicherweise war es eine Opfergabe eines Jägers.

Überraschenderweise wurde in neuerer Zeit im Sihlseegebiet Material aus prähis-torischer Zeit (8 –12000 Jahre) gefunden.

Dieses Material wird von Archäologen als Silex bezeichnet. Silex ist eine Gruppen-bezeichnung für dichte kryptokristalline Varietäten wie Feuerstein, Hornstein, Flint usw. Sie dienten als Rohmaterial zur Herstellung von Werkzeugen wie Faustkeile, Schaber und anderes mehr. Bei der grossen Anzahl der gefundenen Stücke (über 1700) ist zu vermuten, dass in der Gegend des heutigen Sihlsees eine Art Werkstatt bestanden hat. Ferner wird angenommem, dass sich Jäger im damals tundraartigen und tierreichen Gelände aufgehalten haben. ©

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