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Sonmerferien 2012
Mo. 09. Juli 2012 -
So. 12. August 2012


Es lächelt die Alp – trotz allem ………….
Unschlagbar ist wunderbar, denken wohl jene Leute, die ihren Unrat am Alpufer verschwinden lassen. Die Alp als Abfalldeponie. Am letzten Donnerstag war für die Trachslauer Schüler grosse Alpbordreinigung angesagt.
W.S. Der Abfall ist wohl eine unumgängliche Begleiterscheinung unserer Konsumgesellschaft. Über die Abfallentsorgung zerbrechen sich schon seit langem eine ganze Reihe von Wissenschaftern ihre hellen Köpfe. Da macht es sich derjenige Bürger um vieles leichter, der seinen Unrat kurzerhand am Ufer oder im Wasser der Alp verschwinden lässt, denn hier ist vieles so herrlich unsichtbar. Doch unsichtbar ist keineswegs wunderbar, denn von Zeit zu Zeit müssen überall Gewässer geputzt werden. Nur – aufräumen tun kaum dieselben, die es verschmutzt haben.
30 Schüler im Einsatz
Auf Initiative von Markus Kälin, Präsident des Einwohnervereins Trachslau, fanden sich die Viert- bis Sechstklässler im Schulhaus am Donnerstagmorgen ein. In Gruppen begaben sie sich an ihre Einsatzorte zwischen der Rietbrücke/Eigen und Au (Restaurant Burg) und reinigten die beiden Alpufer auf einer Länge von etwa 3 Kilometern. Während der zweistündigen Putzete nahmen die Kinder haufenweise Unrat auf. Die Umwelt dankt!
Gewisse Stellen des Alpufers erwiesen sich als eigentliche Abfalldeponien. So könnte ein Teil als Teppich-Entsorgungsstelle ausgeschrieben werden. Weiter fanden aber auch ortsfremde Gegenstände ihre vermeintlich letzte Ruhe am Alpufer.
Neben Teppichen scheinen sich hier auch Jacken, Schuhe, Plasticksäcke, Socken, Skistöcke und alte Pneus wohl zu fühlen. Mit Vorliebe werden hier auch Glas und Flaschen entsorgt. Die fleissigen Schüler befreiten rund 200 Kilogramm Güsel aus seinem „vermuschelten“ Dasein.
Millionen von Franken werden heute für die Entsorgung von Siedlungsmüll aufgewendet. Auch eine Alpbordreinigung kostet Geld, selbst wenn sie von Freiwilligen durchgeführt wird. Die Kosten der Putzete wurden vom Bezirk und dem Einwohnerverein Trachslau übernommen. Eine überaus lobenswerte Geste. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich das Abfallgebaren vieler Leute in Zukunft verändern wird, was auch die Schüler am Ende dieser gelungenen Aktion ausdrückten.
Werner Schönbächler