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So. 12. August 2012

Spannender Schulentwicklungstag für die Einsiedler Lehrpersonen am 11. November 2009
Trotz Auftakt zur Narrenzeit befasste sich die Einsiedler Lehrerschaft am letzten Mittwoch mit ernsthaften Themen, doch brachte der Referent seine Botschaft zu Teamteaching mit viel Witz, Erfahrung und Herzlichkeit herüber
mm. Der Begriff Schulentwicklungstag machte seinem Namen am vergangenen Mittwoch alle Ehre und zwar auf verschiedensten Ebenen. Die Lehrerschaft wurde einerseits über diverse Neuerungen und Konzepte informiert und konnte am Nachmittag in den Teams an individuellen schulischen Entwicklungsschwerpunkten arbeiten. Anderseits nahm das Thema „Auf dem Weg zu gutem Teamteaching“ den grössten Teil des Morgens ein, wobei diese Zeit dank des souveränen, sympathischen und sehr praxisnahen Referenten, Prof. lic. phil. Claudio Zingg von der pädagogischen Hochschule Zürich, wie im Flug vorbeiging.
Entwickeln in vielen Beziehungen
Schulleiter Erich Zumstein orientierte zu Beginn die im Gemeindesaal anwesende Lehrerschaft über den Stand der Schulraumplanung in Euthal und Einsiedeln. Ebenso gab er Informationen zu zwei Konzepten. Als erstes zum notabene noch nicht genehmigten sonderpädagogischen Konzept, dessen Ziele aber trotz noch mangelnder Ressourcen zur optimalen Umsetzung weiterhin angestrebt werden sollen. Beim zweiten handelt es sich um das sogenannte „Fernrohr“, das neu erarbeitete Begabtenkonzept der Schulen Einsiedeln, zu dem die Lehrpersonen ihre Meinung abgeben und zu Änderungen oder Ergänzungen anregen konnten
Zum Rechenzentrum, dem die Schulen Einsiedeln seit Oktober angeschlossen sind, äusserte sich Josef Walker, der Leiter ICT des Bezirks Einsiedeln, der mit dieser Materie wohl am besten vertraut ist. Nebst dem Resümee der zeitlich ziemlich gedrängten Entstehungsgeschichte und dem Dank an die Involvierten ist er sicher, dass auch die noch zweifelnden Nutzer dieses komplexen Systems, sobald es flächendeckend in allen Schulzimmern funktioniert, sich von dessen Vorteilen überzeugen lassen.
Teamteaching konkret
Nicht allen Referenten ist die Gabe geschenkt, den Zuhörern ein Thema lebendig, witzig und verständlich näher zu bringen und trotzdem die Informationen als wichtigsten Teil zu vermitteln. Professor Claudio Zingg, Abteilungsleiter Entwicklung, Interaktion und Gesundheit an der PH Zürich und ehemaliger langjähriger Primarlehrer, schaffte dies ausgezeichnet, manchmal geradezu theatralisch, und er wurde dafür mit einem kaum enden wollenden Applaus belohnt.
„Auf dem Weg zu gutem Teamteaching“ lautete der Titel des Referats. Für Herrn Zingg ist Teamteaching eine Form zur optimalen Förderung der Schüler. Dazu müssen den Lehrpersonen jedoch die Definition von Teamteaching und Vor- und Nachteile der einzelnen Formen bekannt und die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen bewusst sein. Und nicht zuletzt hängt wie immer sehr viel von der Persönlichkeit der verschiedenen Lehrpersonen ab.
Um all seine Ausführungen zu veranschaulichen, schöpfte der Redner aus seinem reichen Erfahrungsschatz und unterstrich seine Aussagen mit praxisbezogenen Beispielen und seinem Humor auf wohltuende und herzliche Art. Es gab wohl kaum eine Lehrperson, die sich ihm und seiner spannenden Inputs entziehen konnte. Ebenso positiv wogen die verschiedenen Gründe für ein Teamteaching und dass für dessen Erfolg Geduld und Ausdauer nötig sind, aber diese Chance der gemeinsamen Entwicklung doch einfach gewagt werden soll und nicht schon alles zu Beginn perfekt sein muss.