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Leuchtende Adventsfreude


Der Laternenumzug der Einsiedler Kindergärten erfreute Gross und Klein

Nicht mehr wegzudenken ist der „Liechtliumzug“ aller Einsiedler Kindergärten während der Adventszeit durchs Klosterdorf - und das Licht brachte am 2. Dezember nicht nur die Laternen zum Strahlen.

mm. Der traditionelle Laternenumzug der Dorf- und Viertelskindergärten von Einsiedeln fängt nicht erst mit dem gemeinsamen Start bei der Landi an. Bereits die Besammlung der verschiedenen Gruppen irgendwo entlang der Zürichstrasse ist ein kleines Abenteuer, von der intensiven Vorbereitung gar nicht zu reden.
Ob sich wohl alle bei den richtigen Sammelplätzen einfinden? Untrügliches Merkmal ist glücklicherweise jeweils das gleiche Motiv eines Kindergartens auf den auch dieses Jahr wieder mit viel Liebe, Geduld und Fantasie hergestellten Laternen.
Und schon strömen die rund 200 Knirpse von allen Seiten bei der Landi zusammen und bestaunen gegenseitig die originellen Ideen und Ausführungen. Ob nun passend zu einem Jahresthema, zur Adventszeit, zum Orient oder auch zur Welt der Tiere. Da kommen beispielsweise ganze Herden bimmelnder Eseli mit ihren Samichläusen, tappende Bären oder brummende Flugzeuge und dampfende Lokomotiven an.

„Winterziit-Wiehnachtsziit ...“
Aber es wird auch geplaudert, gesungen, gesummt, den Kindergärtnerinnen Löcher in den Bauch gefragt und geduldig gewartet, bis es losgeht. Während Eltern und Geschwister den direkten Weg ins Dorf wählen, führt die Route der leuchtenden Menschenschlange im Schnee bei strahlendem Vollmond via Scheidweg und Spital Richtung Dorf.
Die Kleinen sind zusammen mit ihren engagierten Betreuerinnen voller Tatendrang. Von weitem sind ihre weihnächtlichen Lieder zu hören und schon steckt der Umzug mitten im Weihnachtsmarkt. Doch keine Spur von Chaos. Die vielen Zuschauer machen den kleinen Adventsboten unverzüglich den Weg durch die Mitte frei und applaudieren ihnen spontan. Da wo gar die Lichter von Ständen und Geschäften gelöscht sind (all diesen ein herzliches Dankeschön!), ist die Atmosphäre besonders festlich und kommen die kleinen Kunstwerke so richtig zur Geltung.
Gefolgt von einer kleinen Völkerwanderung wird die Klostertreppe erklommen und vor der grossen Pforte werden von der riesigen Schar gemeinsam nochmals alle Lieder gesungen. Hier öffnen nebst dem Licht die eingängigen Melodien und die berührenden Texte wohl auch den letzten die Herzen.
Mit dem Achtuhr-Glockenschlag der Klosterkirche ist der Weihnachtszauber vorbei und wie sich das leuchtende Puzzle zusammengesetzt hat, löst es sich wieder auf. Stolz und zufrieden kehren die Kindergärtner zurück in die Obhut ihrer Mamis und Dädis. Und schon wird das nächste Ziel beim Paracelsuspark anvisiert: Als Dankeschön bekommen nämlich alle von den Organisatoren des Einsiedler Weihnachtsmarktes Wienerli und Brot und einen heissen Punsch. Da heisst es allerdings, sich in Geduld zu üben und zu warten, bis man an der Reihe ist. Doch können die kleinen Akteure ja zum Glück am nächsten Tag ausschlafen, verdient haben sie es!