Die nach Osten gerichtete Klosterkirche, in der sich die Mönche mehrmals täglich zum Gottesdienst versammeln, bildet den zentralen Trakt der Anlage.
Einsiedeln geht auf den Reichenauer Mönch Meinrad zurück, der hier bis zu seinem Tod 861 lebte. Der Grundstein zum Benediktinerkloster Einsiedeln wurde 934 gelegt. Die Marienwallfahrt ist bereits im 13./14. Jahrhundert nachweisbar, Einsiedeln wurde in der Folge zum überregionalen Wallfahrtsort.
Wer die Kirche betritt, steht in einem grossen, achteckigen Raum und erblickt vor sich die Marienkapelle aus schwarzem Marmor. Es ist die Gebetsstätte des ersten Einsiedlers Meinrad. Nach seiner Ermordung 861 zimmerten die "Waldbrüder" über den Ruinen seines Altars eine Kapelle
Im Zentrum der Platzanlage steht der Marienbrunnen (1684-1686), aus dem viele Pilger trinken. Die vierzehn Röhren entsprechen den vierzehn Nothelfern. Dem Wasser aus der Quelle des heiligen Meinrad wird heilende Wirkung zugeschrieben.
Das Archiv des Klosters Einsiedeln gehört mit ihren historischen Beständen, die bis ins 8. Jahrhundert zurückreichen, zum bedeutenden Kulturgut der Schweiz
Der Marstall des Klosters gilt als ältestes Gestüt Europas. Der barocke Stall wurde in den Jahren 1764-1767 erbaut.
Die Einsiedler Pferde wurden in ganz Europa sehr geschätzt, in Italien bekamen sie den Namen “Cavalli della Madonna”.
Die "Alte Mühle" versorgte früher das Kloster mit Mehl. Im gleichnamigen Vortragssaal wird die dreissigminütige Tonbildschau "Unterwegs auf der Suche nach Gott" (Leben im Benediktinerkloster Einsiedeln) gezeigt.