Die vier ovalen Spiegel rings um das Deckengemälde stellen singende und musizierende Engel dar mit ihrem Vorsänger Michael hinten auf der Fensterseite.
In Kartuschen an den vier Ecken im Saal stehen Texte aus dem Sanctus Angelicum:
Hinten links: SANCTUS DEUS IN AULA GLORIOSAE VIRGINIS, (Heilig ist Gott im Haus der glorreichen Jungfrau);
Hinten rechts: AGNUS DEI, DA PACEM VIVIS ET DEFUNCTIS, (Lamm Gottes, gib Frieden den Lebenden und Verstorbenen);
Vorne links: BENEDICTUS MARIAE FILIUS IN AETERNUM REGNATURUS, (Gepriesen sei der Sohn Mariens, er herrsche in Ewigkeit);
Vorne rechts: QUI SEDET SUPER CHERUBIM ET INTUETUR ABYSSOS, (der über den Cherubinen thront und in die Abgründe schaut). Das ist die Antwort der Engel auf das
„Dominus vobiscum“.
Die zehn gemalten Oberlichter auf der Wandseite zeigen Blumen, Girlanden, Engel und Weihrauch, sie gehören zum Engelweihfest! Im Oberlicht in der Mitte des Saales
verkündet der Engel: FRATER CESSA, DIVINITUS CONSECRATA EST (Hör auf Bruder, sie [die Kapelle] ist von Gott geweiht).
In der Weltchronik von Hermann d. Lahmen 1150 ist der Eintrag: Coelitus consecrata est die 14. Sept. 948. Dem zur Kirchweihe eingeladenen Diözesanbischof von Konstanz, dem
hl. Konrad galt dieser Ruf, da er nach der Legende die Engelweihe in eine Vision in der Nacht vor der Kirchweihe gesehen hatte und trotzdem, auf Drängen der Gläubigen, die
Weihe vorzunehmen im Begriff war.
Vorne und hinten in der Mitte des Saales befinden sich zwei blinde Loggien.