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"Donnstig-Jass" aus Einsiedeln als Podcast

Erdgeschichtliche Hinweise

Beinahe alle erdgeschichtlichen Zeiträume haben im Einzugsgebiet der Sihl ihre Spuren hinterlassen.

Der Wanderer, welcher vom Etzel im Norden gegen die Bergkette Mythen-Drusberg im Süden schreitet, trifft zum Beispiel auf der Ibergeregg auf versteinerten Meerschlamm, der im Urmeer abgelagert worden war, ehe es einen Atlantischen Ozean gab. Aus der Triasepoche findet er bunte Mergel, Sandsteine und Dolomit, die am Grossen Schijen, in der Mördergruebi und am Roggenstock auftreten (Gemeinden Ober- und Unteriberb).

Liasschiefer und -kalke gibt es unter anderem am Mythen zu treffen; aus der Unterkreide stammt zum Beispiel die Drusbergschicht, die an der Nordwand dieses Berges erscheint. Auf Flysche aller Art stösst man verschiedenen Orts, ebenso auf Molasse.

So entstand der Etzel zu Ende des Terziärs (65 – 1,5 Mio Jahre). Von geologischem Interesse ist die Couches Rouges am Mythengipfel, die als älteres auf jüngerem Gestein aufliegt. Ansonst sind die Mythen und die Klippen in der Gegend der Ibergeregg Reste einer von Süden auf die helvetische Decke geschobenen Gesteinsschicht. Teile des Süd-Helveticums treten beim Steinbach offen zu Tage. Dort und im Kalch wie im Ruostel gibt es Nummulitenbänke mit seltenen Versteinerungen. Mergel-, Sandstein-und Nagelfluhformationen geben grossen Teilen des Einsiedlergebietes ein charakteristisches Bild.

Vor etwa 600000 Jahren drangen die Gletscher infolge Verschlechterung des Klimas weit nach Norden vor und bildeten bei ihrem Abschmelzen die typische Moränenlandschaft.

Die Stirnmoräne des Sihlgletschers staute einen urgeschichtlichen See, doch sägte sich das Wasser bald eine Ablaufrinne im weichen Molassefelsen der Schlagen, so dass er verlandete und sich im Laufe der Zeit mächtige Torfflöze bildeten.

Die geologischen Verhältnisse sind neben den klimatischen Gegebenheiten verantwortlich für die bei uns vorkommende Flora. Der Botaniker trifft im Gebiet südlich von Euthal, in der Roblosen und Schwantenau auf seltene zum Teil arktische Pflanzenexemplare.

Von den nämlichen Voraussetzungen ist auch der Baumbestand abhängig. Häufig sind es Bäume mit weitverzweigtem, oberflächigem Wurzelsystem, also Nadelhölzer wie Fichten, Tannen, dann Buchen, weniger Eschen und Ulmen. Ahorne findet man in den tieferliegenden Gegenden, Birken und Sumpfföhren in moorartigen Bereichen. ©

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