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Der Bezirksrat Einsiedeln hat letztes Jahr am 13.04.2011 beschlossen dem Trägerverein Label Energiestadt beizutreten. Im Label "Energiestadt" sieht der Bezirksrat Chancen die Bevölkerung von Einsiedeln zu sensibilisieren und nach der nötigen Bestandesaufnahme konkrete Massnahmen im Bezug auf energiepolitische Fragen und Projekte definieren zu können. Der Bezirk ist seither dem Trägerverein Energiestadt als Vollmitglied beigetreten und hat mit dem Verein für Energiefragen der Region Einsiedeln Gespräche geführt. Verwaltungsintern wurde die Projektleitung und eine Projektgruppe bestimmt, die Rollen der einzelnen Ressorts definiert, sowie die nötigen finanziellen Mittel ins Budget 2012 aufgenommen.
Der nächste Schritt ist nun eine detaillierte Bestandesaufnahme des Istzustandes. Zusammen mit externen Energiestadt-BeraterInnen wird anhand eines standardisierten Massnahmenkatalogs der Bezirk Einsiedeln in sechs energiepolitisch wichtigen Gebieten untersucht:
Das Ressort Bau und Umwelt, welches die Projektleitung und die Federführung übernommen hat, setzt sich zum Ziel diese Bestandesaufnahme bis zum Sommer 2012 abzuschliessen. Am 3. Januar 2012 fand deshalb zusammen mit den Energiestadt-Beratern die Startsitzung für diese Bestandesaufnahme statt. Die Projektgruppenmitglieder wurden über den Inhalt des Massnahmenkatalogs und den weiteren Ablauf dieser Standortbestimmung informiert. Inhaltlich wurden die einzelnen Kapitel des standardisierten Massnahmenkatalogs den einzelnen Ressorts zugeteilt. In den nächsten drei Monaten werden die Energiestadt-Berater zusammen mit der Projektleitung und den betroffenen Ressortleitern die zugeteilten Massnahmen beurteilen. Dabei werden nebst der Erfassung von bereits realisierten Massnahmen auch Ideen und Projekte für Massnahmen erfasst.
Ende Mai 2012 ist eine Schlusssitzung der Projektgruppe geplant, dabei wird die provisorische Bewertung vorgestellt und der Massnahmenkatalog bereinigt. Im Juni 2012 ist eine Information des Gesamtbezirkrates vorgesehen. Der Bezirksrat wird sich anschiessend mit dieser Bestandesaufnahme und deren Resultaten auseinandersetzen. Falls im Bezirk Einsiedeln bereits mehr als 50 Prozent der möglichen Massnahmen realisiert oder beschlossen sind, kann er die Zertifizierung des Labels Energiestadt anstreben, muss jedoch nicht. Falls im Bezirk noch weniger als 50 Prozent der möglichen Massnahmen realisiert oder beschlossen sind, kann er der Bezirksrat entscheiden, ob er diese 50 Prozent mit zusätzlichen Massnahmen anstreben, oder ob er auf eine Zertifizierung verzichten will.
Im Sommer 2012 kennt der Bezirk Einsiedeln aufgrund der erfolgten Bestandesaufnahme seine Möglichkeiten, Potentiale und Schwächen, er wird aus dieser Standortanalyse abgeleitet über Planungs- und Umsetzungsinstrumente verfügen, die einen zukunftsgerichteten und konsistenten Umgang mit den Themen Energie und Klima ermöglichen.