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Eishockeyprofi ermuntert Schüler zu viel Sport


Schüleraktion des EV Zug führte Patrick Oppliger nach Trachslau


Wie ist Patrick Oppliger überhaupt Eishockey Profi geworden? Diese und viele andere Fragen konnten ihm die Trachslauer Schülerinnen und Schüler während einer Stunde stellen.
W.S. Ein Profisportler im Schulzimmer haben und ihn nach Lust und Laune ausfragen zu dürfen: Davon träumen wohl viele Schüler. Die Trachslauer Kinder hatten dazu am letzten Donnerstag Gelegenheit. Organisiert wurde dieses Angebot vom bekanntesten und erfolgreichsten Zentralschweizer Eishockey Verein, dem EV Zug. Zu Besuch war Patrick Oppliger. Der 34-jährige Westschweizer, der seit 1998 in Zug als Profi tätig ist, war locker drauf.
Neugierig versammelten sich die Dritt- bis Sechstklässler im Vereinszimmer zur Fragerunde. „Wie sind Sie Eishockeyprofi geworden?“ Von welchem Trainer haben Sie in ihrer langjährigen Laufbahn am meisten gelernt?“ Worauf achten Sie bei der Nahrung?“ Patrick Oppliger, der gebürtige Westschweizer von La Chaux-de-Fonds, beantwortete geduldig die Fragen. Er erzählt, dass er sich gesund ernähren muss, sich aber manchmal Guetzli und Schokolade gönnen darf. Oder dass er pro Woche 30 Stunden trainiert und pro Training unzählige Kilometer mit den Schlittschluhen zurücklegt.  Bei vielen Antworten geht ein „Wow“ durch die Menge. Er selber hat mit sieben Jahren mit Eishockey begonnen, ohne dass er dazu von seinem Eishockey begeisterten Vater gezwungen wurde. Seinen jetzigen Trainer Doug Shedden bezeichnet er als hart, der genau weiss, was er will. Wegen der einmaligen Atmosphäre spiele er am liebsten in Bern.  Oppliger gibt den Schülern aber auch Tipps für mehr Bewegung und Sport.  „Seid of zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs und macht in Sportvereinen mit.“ Dabei spiele die Sportart überhaupt keine Rolle. „Wichtig ist, dass ihr eure Freizeit sinnvoll nutzt.“ Die Schüler haben aufmerksam zugehört. „Diese Lektion hat mir sehr gefallen“, meint ein Sechstklässler. Er würde auch gerne Profi werden. „Aber nicht unbedingt im Eishockey, sondern eher im Autorennsport.“ Am Schluss bekamen alle eine Autogrammkarte. „Ich werde sie zu Hause aufstellen“, sagte eine Drittklässlerin. Auch Patrick Oppliger hat es in Trachslau gefallen. Von Einsiedeln ist ihm das Kloster und der Weihnachtsmarkt bekannt. „Es macht Spass, mit begeisterten Kindern zu arbeiten. Wenn sie den Sport schon früh entdecken, behalten sie das hoffentlich ein Leben lang.“


Matchbesuch
Höhepunkt dieser grosszügigen Schüleraktion bildetet der Matchbesuch zwischen dem EVZ und den Langnau Tigers. Nach der Busfahrt, dem Fototermin mit dem Hauptsponsor war im altehrwürdigen Hertistadion eine „Special Area“ für die Trachslauer reserviert. Nachdem das erste Drittel noch mit 0:0 ausging, kamen die Zuger letztlich zu einem verdienten 6:0 Sieg. Unter den Torschützen war zu Freude der Schüler auch Patrick Oppliger, dessen Tor laut bejubelt wurde. 

Werner Schönbächler